"Hömma! Du kannst doch HTML, nicht?"

Seufz. Ja, ich kann HTML, und CSS, und JavaScript, und PHP, jedenfalls ein wenig - aber nicht genug, um mit diesen Kenntnissen als Profi auftreten zu können, von mangelnden gestalterischen Fähigkeiten mal ganz abgesehen.

 

Und doch lasse ich mich gelegentlich breitschlagen und baue auch für andere Menschen Webseiten. Damit diese Menschen danach aber Tippfehler selbst verbessern und neue Inhalte selbst einstellen können, bin ich vor Jahren dazu übergegangen, solche Seiten mit einem CMS (Content Management System) auszustatten.

 

Hier einige Beispiele, die noch im Netz sind:

 

Agentur Klein

agentur klein ist - möglicherweise wenig überraschend - die Künstleragentur meiner Schwester Antonia Klein in München. HTML- und CSS-Code entstanden mit einem Linux-Texteditor (!), die ursprüngliche Bildbearbeitung erfolgte mit GIMP.

 

Die Maschine unter der Haube ist Drupal, ein an sich eher community-orientiertes CMS, dessen Bedienung die Besitzerin der Seite sofort erfolgreich selbst übernehmen konnte. Drupal läuft mit PHP und einer MySQL-Datenbank; die Seite ist bei einem deutschen Massenhoster gehostet.

 

Steven Harrison

Steven Harrison ist ein amerikanischer Tenor mit Wohnsitz in Oslo. Für ihn habe ich in den letzten Jahren häufig Aktualisierungen in einem Haufen handgeschriebenen HTML-Codes gemacht; nun konnte ich ihn davon überzeugen, auf ein neues Layout und ein CMS umzusteigen. Die neue Seite ist seit dem 23. September 2009 online.

 

Angetrieben wird die Seite mit WordPress und dem Thesis-Framework - die Layoutarbeit ist entsprechend auf das Minimum reduziert. Obwohl es sich nicht um ein Weblog handelt, haben wir uns für diese Lösung entschieden, da die reichhaltige Auswahl an Plugins über die Nachteile des eher weblog-orientierten Ansatzes hinwegsehen lassen. So wird die Bildergalerie des Künstlers mit dem WordPress-Plugin NextGEN Gallery betrieben, was die Verwaltung und die Einbindung der Bilder sehr komfortabel gestaltet. Die Seite wird bei einem US-amerikanischen Massenhoster betrieben, der PHP und MySQL anbietet.

 

Die Grundkonfiguration (WordPress mit Thesis) habe ich übrigens zunächst an meinem Weblog ausprobiert.

 

Konstantin Klein

Richtig - auch diese Seiten werden von einem einfach zu bedienenden CMS betrieben. Layout und Gestaltung werden auf eine Reihe von Mausklicks reduziert, was die persönliche Hemmschwelle vor dem Erstellen noch einer Seite gegen Null reduziert hat.

 

Jimdo ist Anbieter von Webspace und CMS in einem; die Funktionsvielfalt muss bei Jimdo hinter dem Bedienungskomfort zurückstehen. Dennoch ist es möglich, auch eigene Layouts zu entwickeln und eigenen Code in die Seiten einzubauen. Erforderlich ist es nicht.

 

Und Jimdo ist auch die Lösung, die ich der Autorin Claudia Schreiber schmackhaft machen konnte, nachdem die Seite, die ich ihr zuvor mit CMSimple, einem einfachen CMS aus Dänemark, gebaut hatte, nicht mehr zu warten war.