Sog. default themes werden gemeinhin gewaltig unterschätzt. Ob es nun damit zu tun hat, dass man seit Zeiten bloggt, in denen man zunächst ein Design bastelte und es dann in einem der damals üblichen Blogpakete umsetzte, oder damit, dass man, weil man eben noch nicht so lange bloggt, es einfach gewohnt ist, mit sogenannten themes (um das noch merkwürdigere Wort skins, das zumindest zeitweise in diesem Zusammenhang zu hören war, zu vermeiden) zu arbeiten – jedenfalls bekommt jedes neue Blog erst einmal ein mehr oder weniger gelungenes “individuelles” Aussehen, und sobald sich der Eigner langweilt, ein neues, und noch eins, und noch eins…
Ausnahme: Der Schockwellenreiter, dessen Aussehen sich seit den Tagen von EditThisPage.com nicht verändert hat – sogar vowe.net habe ich schon öfter (=einmal) beim Redesign erwischt.
Ja, äh… Wie gesagt: Default themes werden gewaltig unterschätzt. Dabei haben sie Vorteile: Sie sind ausgereift, haben meist keine Bugs mehr, und alle (WordPress-)Plugins sind in ihnen ausreichend getestet und erfordern keine Anpassungen mehr. Und sie lenken nicht unnötig vom inhalt ab.
Und schliesslich: Wer hat denn sein eigenes theme auf seiner Facebook-Seite? Wer würde soweit gehen, ein schlichtes Hintergrundbild auf Twitter oder MySpace als theme zu bezeichnen? Was ist so falsch an einem schlicht-schönen Grundaussehen eines Posterous-Blogs?
Eben. Content rulez! Bis zum nächsten Redesign.
Per email, via Bluelectric ePost
5. April 2009 um 23:50 Uhr
vowe.net wurde eingentlich nur einmal richtig neu gestaltet, abweichend vom ursprünglichen MT Standardtemplate. Und dann habe ich einmal die Tabellen rausgeschmissen. Ansonsten versuch ich das Branding durchzuhalten, auch bei Twitter zum Beispiel.
Posterous ist mir etwas zu schlank. Wenigstens Farben und Fonts muss ich anfassen. Auf der anderen Seite verhindert sowas natürlich den größten Blödsinn, den schreibende Programmierer anstellen.
6. April 2009 um 00:36 Uhr
Das sag ich ja: einmal. Gehöre, glaube ich, zu den treueren Lesern von vowe.net.
Was die bisher mangelnde Anpassbarkeit von Posterous angeht, warte ich auf die nächsten features. Laut blog.posterous.com ist eine gemäßigte Variation in Planung. Und nachdem die Jungs im Dezember wohl eine dreiviertel Million an Venture Capital bekommen haben, besteht ja Hoffnung, dass sie weitermachen.
Ich könnte mir vorstellen, für ein paar schicke Pro-Features umzuziehen. Solange die Sache aber free und umsonst ist (und die Gefahr besteht, dass Posterous von jetzt auf gleich wieder aus dem Netz verschwindet), bleibt das hier als Ziel- und Landepunkt erhalten. Nur das Design ist endlich – ein echtes Branding habe ich nie durchgehalten. Sollte ich vielleicht mal ausprobieren.
6. April 2009 um 10:16 Uhr
Das berührt noch ein weiteres Problem mit Posterous. Kostet nichts und hat keine erkennbare Einnahmequelle. Und hat keine Exportfunktion. Warum sollte ich also dort investieren, und wenn es nur meine unbedeutenden Daten sind?
vowe.net fährt auf einer uralten MT-Version. Und übrigens im Shared Hosting. Da kommt dann schon mal ein Error 500 vor, wenn die Kiste das nicht schafft. So lange 1&1 mich lässt, bleibt das so.
6. April 2009 um 10:31 Uhr
Stimmt. Auch ein Grund, weshalb ich mit einem Umzug schließlich warten werde, bis Posterous ein Pro-Modell anbietet. Einstweilen exportiere ich meine Posterous-Daten ja auf kontinuierlicher Basis hierher.
Ganz andere Frage: MT auf 1&1 Shared Hosting? Das ist bei mir (allerdings im Jahr 2001) nach spätestens drei Monaten zuverlässig in Script-Timeouts gelaufen, weshalb ich MT auf 1&1-Accounts seither nicht mehr betrieben habe. Hat sich 1&1 da gebessert?
6. April 2009 um 10:36 Uhr
Weiß ich nicht. Habe MT damals so lange getunt, bis es lief. Und nicht mehr angefasst.
6. April 2009 um 11:41 Uhr
Sensationelles Konzept. Sollte man gleich mit einer englischen Tagline versehen, damits noch schicker klingt. Wie wäre es mit “Never touch a running system”?
Sorry, couldn’t resist…