Konstantin Klein

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  • September 02, 01:34 PM

    Chromschmuck

    Es gab übrigens Zeiten, in denen ich das Erscheinen einer neuen Browserversion enthusiastisch (oder auch nicht, abhängig vom Browser) gefeiert, den Browser getestet und dann längliche Testberichte geschrieben hätte.

    Diese Zeiten sind vorbei. Chrome 6 ist auf meinem Netbook angekommen. End of story.
  • September 02, 12:38 PM

    Hausmitteilung

    To whom it may concern ("Wem mögen die Konzerne gehören?"):

    Der blauelektrische Haushalt ist ein Mac-Haushalt. Desktop, Notebook, Sohnmac, Testserver, diverse iPods und ein iPhone dürften genug Beweise dafür sein, dass die Produkte des Hauses Apple hier geschätzt werden.

    Komischerweise bin ich seit heute, und wahrscheinlich bis auf weiteres, der Einzige in der Familie (wenn wir den Kater mal weglassen), der keinen Mac nutzt (der Testserver steht derzeit unbenutzt herum). Und warum?

    Mein iPhone wurde zuerst ertränkt und dann durch einen Androiden ersetzt. Mein MacBook wurde mir auf Reisen zu schwer und durch ein Netbook ersetzt und dient heute, zusammen mit einem iPhone, meiner Frau. Und der Desktop?

    Der hat vor knapp zwei Monaten konsequent die Arbeit eingestellt, und nach einer gewissen Prokrastinationsphase meinerseits sagen mir heute die Helden der Arbeit einer Mac-Schmiede in der Nachbarschaft, dass wohl doch das Mainboard im Eimer ist.

    Autsch. Immerhin - die Daten sind noch alle da. Aber mein Ruf als Haushaltsvorstand eines Mac-Haushaltes ist bis auf weiteres hinüber.
  • August 30, 07:00 PM

    Für eine bessere Welt

    Ich meine, für eine bessere Welt sind wir doch alle, oder? Ebent™ (nur echt mit dem Original Berliner "t"!).

    Dabei ist es doch so einfach, unsere Welt, wenn schon nicht zur besten aller möglichen Welten, so doch einen kleinen, aber entscheidenden Schritt besser zu machen.

    Eine solche bessere Welt ist beispielsweise eine, in der zwar jeder den Schmutz denken und von mir aus auch erzählen darf, den er will - in der aber solchen Menschen nicht auch noch die Ehre angetan wird, dass man dem Schmutz auch noch zuhört, ihm kostbare Zeit und dto. Energie opfert, indem man ihn diskutiert, womöglich sogar in Buchform kauft.

    Wie gesagt: In einer solchen Welt ist längst nicht alles so, wie es sein soll; wahrscheinlich unterscheidet sich diese Welt von der unseren sogar erschütternd wenig, wenn es um Krieg, Armut, Hunger geht. Aber wenigstens machen in einer solchen Welt die Schmutzdenker die lohnende, möglicherweise heilsame Erfahrung, dass die Menschen um sie herum auf ihre Versuche, "Hier! Hört mir zu! Ich bin wichtig!" zu schreien...

    ...überhaupt nicht reagieren. So, als sei gar nichts geschehen. Geschieht ihnen recht.

    Lasst uns unsere Welt zu einer besseren Welt machen. Ignorieren wir die Schmutzdenker.
  • August 29, 06:22 AM

    So, Weltgeist...

    ...nachdem ich Deinem Laden jetzt wieder eine Woche beim Laufen zugesehen habe, hätte ich da ein paar Anmerkungen zu machen, bevor wir zur Tagesordnung übergehen.
    1. Wäre es vielleicht in Deinem Plan, Weltgeist, einem gewissen Sarrazin, Th., klarzumachen, dass es zwar grundsätzlich möglich ist, jeden Schmutz zu denken und auch auszusprechen, dass es aber durchaus nicht nötig ist, das in größtmöglicher Lautstärke zu tun oder auch nur so laut, dass andere dadurch in ihrem Dasein belästigt werden?
    2. Das Wetter, Weltgeist... Global Warming mag ja eine prima Idee sein, um die Menschheit zur Vernunft zu bringen, aber erstens hat es diesen Zweck noch nicht erreicht (und wird es auch nie), und zweitens hat das da draußen nichts mit warm zu tun. Es ist August, Mensch, Weltgeist!
    3. Schön wäre auch, wenn Menschen, die - mangels sinnvoller Alternativen - sich dazu berufen fühlen, Politik zu machen, zur Abwechslung nicht in Kategorien wie "Machterhalt" oder "Interessen" denken, sondern - und das gilt nicht nur für Ulla Schmidt, Guido Westerwelle oder Klaus Wowereit (um auch ein regionales Beispiel zu bringen) - sich Rat und Information bei denen suchen würden, die von einer Sache auch wirklich was verstehen. Dabei darf es ruhig vorkommen, dass bei dieser Suche unterschiedliche Ratschläge von Leuten mit unterschiedlicher Meinung kommen; nur Sachkenntnis möcht' schon sein, bittesehr.
    4. Andersrum, Weltgeist, wäre es schön, wenn gewisse Mitmenschen wie Ex-Tagesschau-Sprecherinnen oder Mario Barth, Meinungsfreiheit hin oder her, grundsätzlich die Klappe hielten. Aber das ist wohl zuviel verlangt, was, Weltgeist?
    5. Zusammengefasst, Weltgeist: Scheiß Hirn vom Himmel. Und dreh den Thermostat ein wenig höher.
  • August 25, 08:12 PM

    Prioritäten

    Mögliche Themen für die mentale Beschäftigung in einer wachen nächtlichen Stunde:
    1. Lustige Gesetzentwürfe, mit denen wir (real) vor uns (virtuell) geschützt werden sollen (oder so),
    2. das reale oder auch nur unterstellte Verhältnis meiner Landsleute zu everything Internet
    3. Google erfindet Skype neu (jetzt auch in meiner GMailbox - aber wen sollte ich um diese Uhrzeit  anrufen?) oder
    4. der Gesundheitszustand eines sehr guten Freundes, dessen Krebsoperation am vergangenen Wochenende nicht so glatt verlaufen war, wie angekündigt.
    Einmal dürfen Sie raten, was mich umtreibt...

    Ende des Einblicks. Bitte weitergehen.
  • August 22, 11:25 AM

    Ubuntu

    Nachtrag aus'm Urlaub: Regelmäßige Leser Gucker meines Flickr-Streams dürften schon gesehen haben, was ich am 16. August im Dorfsupermarkt meines Vertrauens gefunden hatte und gleich testen musste:

    Ubuntu-Cola.

    Und sie hat nichts mit dem Betriebssystem zu tun, mit dem ich derzeit Daten verarbeite (Note to self: Mac zur Reparatur bringen!). Die Macher der Ubuntu-Cola übersetzen "Ubuntu" sogar anders - also nicht als "too dumb to configure Debian", sondern als "I am what I am because of who we all are" (Quelle).

    Ubuntu Cola ist also ein Fair Trade-Dings, gesüßt (und wie!) mit echtem Rohrzucker aus Malawi und/oder Zambia. 15% der paar Kröten Kronen, die ich für drei Test-Dosen ausgegeben habe, gingen nach Afrika, und die Dosen kamen in den Recycling-Container. Dazwischen?

    Noch so'ne Cola. Nicht Coca-, nicht Pepsi - aber auch nicht Club-. Ubuntu-Cola spielt so ungefähr in der Liga von Afri- und Sinalco-Cola. Für mich als alten Chemie-Trinker ist Ubuntu-Cola aber auch aus einem anderen Grund nix: Echter Rohrzucker mag ja besser sein als der High Fructose Corn Syrup, den sie in den U.S. of A. in die Cola kippen. Aber Kalorien hat es doch und kommt mir deshalb eher nicht über die Lippen.

    Außerdem gibt's die Ubuntu-Cola hier noch nicht - nur in UK, Irland, Belgien, Schweden und Norwegen.
  • August 22, 09:44 AM

    Dasamawieda


    ENE (Erster Naheliegender Einfall - vernichtendes Urteil in Journalistenkreisen, aber hier darf ich's ja machen): Mit Volldampf in die neue Saison (obwohl M/S Östanå I, Baujahr 1906, längst mit einem ruhig brabbelnden Diesel durch die Stockholmer Schären schnurrt - s.o.; ihr Schwesterschiff S/S Stockholm, Baujahr 1930, dampft noch), nach drei Wochen Urlaub fernab von Arbeit, Zuhause, Hauskatz (was der uns erzählt hat nach der Rückkehr!), Internetz...

    Ja, auch (fast) ohne Internetz. Die Europa-Datenkarte hatte ich dabei (und sie funktionierte auch problemfrei unter den Kiefern über den Felsen), aber genutzt habe ich sie nur zum täglichen Wettercheck, zum täglichen Mailcheck, zur Umbuchung der Fährenrückfahrt (Hinweis für Lernwillige: Fähre Rostock-Trelleborg für vier mit Vierbettkabine ist billiger als Fähre Rostock-Gedser plus Öresundbrücke plus Übernachtung für vier unterwegs, von den zusätzlichen Kilometern durch Dänemark ganz abgesehen), zur Bestellung eines beinahe vergessenen Geburtstagsgeschenks bei Amazon... ja, das war's so ungefähr. Fand mich in der ungewohnten, aber nicht unangenehmen Lage des Familienmitglieds mit dem geringsten Datentransfer.


    Zwei Versprechen, die ich der Chefin und mir selbst gegeben habe, konnte ich halten: Keine Dienstmail gelesen, keine Gedanken an die Arbeit veschwendet.

    Der Wetterbericht: Nicht ganz so dauerstrahlend wie die letzten Male in Schweden, aber nie wirklich kühl. Viel gelesen, viel frische Luft eingeatmet, selbstgefangenen Fisch gegrillt oder auch selbstgekaufte Steaks. Fazit: Erholung pur.

    Und jetzt weiter im ausgedruckten Programm.
  • July 28, 12:51 PM

    Bitte lächeln!

    Smile - you're on TV. Die Kamera findet sich rechts oben, und wer drauf klickt, wird nicht etwa aufgenommen, sondern darüber informiert, dass am 11. September 2010 die diesjährige "Freiheit statt Angst"-Demo in Berlin stattfindet.

    Wollticknurmajesarthamwa.
  • July 28, 12:12 PM

    Wg. MultiMessenger

    Wie einfach ist es doch, die Arbeit guter Techniker kaputt zu machen.
    ...schreibt Volker Weber, meint damit die Marketing-Leute von 1&1 und macht sich auf diese Art Luft darüber, dass er schon wieder, im Namen anderer Leute, die damit aber nichts zu tun haben, eingeladen wird, ein Produkt zu nutzen, dass er weder nutzen will noch nutzen kann (weil es auf seinen Macs gar nicht läuft).


    Mich tröstet dabei nur bedingt, dass ich offenbar nicht der einzige bin, in dessen Namen 1&1 Volker Weber zuspammt.
    Mir fällt nur eine Verbindung ein: ich habe Joe Litton schon E-Mails geschickt. Über den SMTP-Server von 1&1. Ich will für 1&1 sehr hoffen, dass ... ich mag es nicht mal hinschreiben.
    Nein. Ich möchte das auch nicht. Aber langsam bleibt einem ja keine andere Wahl mehr.

    Update: Doch. Nach weiteren Recherchen schreibt vowe jetzt, dass 1&1 offenbar das Jabber-Protokoll für unedle Zwecke nutzt.

    Update 2: Die Geschichte geht weiter. vowe hat bei 1&1 nachgefragt und eine Antwort erhalten, die der inhaltlich nahe kommt, die ich im April in gleicher Sache erhalten habe. Damals wie heute verspricht der 1&1-Pressesprecher, dass man sich die Sache mal ansehen und gegebenenfalls korrigieren möchte. Der Fall scheint bisher nicht gegeben.
  • July 25, 02:32 PM

    Liebe Post...

    Dass Fernsehwerbung nicht in jedem Fall von den Prinzipien von Wahrheit und Objektivität bestimmt ist, liebe Post AG, darüber müssen wir uns keine Illusionen machen. Aber was Sie (das vertrauliche Duzen, das ich in solchen Einträgen sonst an den Tag lege, möchte ich mir in diesem Fall doch lieber verkneifen) in Ihren derzeitigen TV-Werbespots für Ihren geplanten epost-Dienst betreiben, lässt sich nur noch mit sehr groben Worten charakterisieren.

    Das Blöde, liebe Post AG, ist dabei nicht die Dreistigkeit, mit der Sie offenkundig falsche Behauptungen wie die vom Briefgeheimnis, das Sie endlich und als erste ins Internet bringen, in die Welt setzen. Das Blöde ist auch nicht, dass ausgerechnet die von Ihnen angebotene Form der Kommunikation mit "Briefgeheimnis" eher wenig zu tun hat, weil Sie ganz offen anbieten, die Nachrichten Ihrer Kunden zu öffnen, auszudrucken, zu verpacken und per Briefträger auszutragen. Briefgeheimnis bedeutet nicht, dass es für Sie, Post AG, nicht gilt.

    Das Blöde ist eher, dass die Welt Ihren Dienst nicht braucht, weil es schon seit dem letzten Jahrtausend durchaus Möglichkeiten gibt, das Briefgeheimnis für Email durchzusetzen, indem man die eigenen Nachrichten mit einem gängigen Verschlüsselungssystem so verschlüsselt, dass nur der Empfänger - und wirklich nur der, liebe Post AG, und nicht etwa Sie oder andere Anbieter, die mit dem ebenso überflüssigen und ebenso unsicheren De-Mail-Dienst Geschäfte machen wollen - sie lesen kann. Blöd ist in diesem Zusammenhang leider außerdem, dass sich interessierte Nutzer von der tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Komplexität solcher Verschlüsselung bisher abschrecken lassen.

    Das Blöde, liebe Post AG, ist aber schließlich, dass Ihr schon fast widerwärtig geschickt gemachter Werbespot in all seiner nach Kernseife duftender demonstrativer Aufrichtigkeit wohl tatsächlich Erfolg haben wird. Und dass ich dann Menschen, die meinen, mir eine von Ihrer Sorte Briefgeheimnis triefende Nachricht schicken zu müssen, in mühsamer Einzelarbeit davon überzeugen muss, dass wirklich sichere Email anders aussieht.
  • July 22, 04:31 AM

    Sittin' pretty

    Die einzig mögliche Verhaltensweise bei dieser Hitze...

    Sittin' pretty, originally uploaded by bluelectric.

  • July 21, 04:58 PM

    Font-Sache

    Stelle ich doch gerade beim Durchgucken dieses Blogs fest, dass ein Beitrag, warum auch immer, ein wenig anders als die anderen, in einer klaren, modernen, gut lesbaren Schriftart dargestellt wird. Sowas kann bei den verschiedenen Editoren im Blogger-Umfeld schon mal passieren, speziell, wenn man sich die Beiträge aus mehreren Quellen (eigenen, versteht sich!) zusammenpastet.

    Sehe ich also diese Schriftart, wundere mich ein wenig, woher sie wohl kommen mag, und gucke im Quelltext nach ihrem Namen, um sie möglicherweise überall im Blog zu verwenden.

    Arial. Igitt.
  • July 21, 04:16 PM

    Ins Notizbuch brüllen

    Wenn wir uns mal eben in das Jahr 1985 begeben wollten, in den Sommer, in dem ich meinen ersten PC kaufte (eine Schneider Joyce, die ich nie wirklich verstanden habe), dann sähe, was ich heute mit Facebook mache, ungefähr wie folgt aus:

    Alle paar Stunden nähme ich mein Notiz- und Adressbuch, klappte es auf und schriebe (oder schriee) hinein, was mir in einem ganz anderen Zusammenhang eingefallen wäre.

    Weird. Und doch ist es so: Facebook ist für mich einerseits ein ständig wachsendes Verzeichnis von Leuten, mit denen ich, nuja, befreundet bin. Andererseits poste ich dort automatisch, was mir hier und da so einfällt, und schreibe anderen so die Nachrichtenseite voll. Die von vielen so gern genutzten Kommunikationsmöglichkeiten im Facebook sind nicht so mein Ding; wenn mich jemand auf Facebook anspricht/anschreibt, antworte ich gerne und unauffällig per Mail an die (meist) angegebene Mailadresse und habe so wieder einen Mitmenschen auf den Pfad der Tugend zurückgeführt. Und was Facebook mir an sog. Nachrichten in der Timeline serviert, erfahre ich auch aus Guglrieder, Guglbutz und Twitter. Diejenigen unter meinen Facebookfreunden, die diese Kanäle nicht nutzen, posten auch sonst eher wenig.

    Ich nutze also Facebook weniger als Sozialplattform, sondern vor allem als - Überraschung! - facebook, wie es das auch schon vor Zuckerberg I. an amerikanischen Unis gab. Und Sie? Äh, du?
  • July 21, 04:50 PM

    Two out of three ain't bad

    ...oder vielleicht doch. Wenn ihr schon, liebe Gewerbetreibende im Netz 1.0 (von 2.0 mal ganz zu schweigen, was immer das sein soll), auf euren Homepages Websites Feedbackformulare zur Kontaktaufnahme anbietet, wenn ich dann diese Formulare in all ihrer Ausführlichkeit ausfülle, und wenn dann von drei von euch nur eine(r) antwortet (und dann auch noch mit einer Absage wg. Überlastung, aber das kann passieren), dann habe ich den Sinn eurer Webpräsenzen (so sagt man wohl heutzutage, oder?) vielleicht nicht verstanden.
  • July 20, 03:39 AM

    Prinzip Hoffnung

    So schlecht kann es um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht bestellt sein. Egal, zu welchem Thema ich hier schreibe - es erscheint immer eine Google-Anzeige von JustAnswer.de (Link über die Google-Anzeige) und tröstet mich, dass genau zu diesem Thema gerade sechs bis neun Experten online sind und mir helfen könnten.

    Wenn ich nur wollte.
  • July 19, 02:22 PM

    Einmal Grenze und zurück

    Vier Tage (weitgehend) offline, weg aus Berlin, Familienfeier, Badesee, Gewitter im Gebirge, Frühstück auf der Alm (koa Sünd'!) etc. Und Anlass, anlässlich der frisch eingetroffenen Autohalterung für das Nexus One die Android- (oder Google-?) Navigation auszuprobieren. Der Versuch war risikolos; die Strecke kenne ich nämlich.

    Auch auf bekannten Strecken lasse ich gerne ein Navi mitlaufen; mein inzwischen drei Jahre altes TomTom (Go 910) erfährt über ein via Bluetooth gekoppeltes Handy die aktuelle Verkehrslage, gibt auf Wunsch Ausweichempfehlungen und errechnet die zu erwartende Fahrdauer bzw. Ankunftszeit. Außerdem liefert es mir GPS-ermittelte Geschwindigkeitswerte und beweist mir damit, dass der Tacho des Autos zuverlässig zehn Prozent vorgeht.

    Auftritt Android-/Google-Navigation im Nexus One. Die Software unterscheidet sich von "klassischen" Navigationslösungen, also Standalone-Geräten ebenso wie dem iPhone, dadurch, dass das Kartenmaterial nicht vorab heruntergeladen und dann vom Speichermedium gelesen wird, sondern dass das Gerät, also das Nexus One, eine dauernde Datenverbindung braucht und nutzt. Vorteil: Keine Gigadownloads, immer aktuellstmögliches (gibt es das Wort überhaupt?) Kartenmaterial von Google Maps und - hooray! - keine Kosten für das Kartenmaterial; letzteres dürfte kommerzielle Kartenprovider auch heute noch durch Sonne, Mond und Sterne ärgern.

    Ganz stimmt das mit dem download on demand natürlich nicht; während eines halbstündigen kompletten Netzverlustes auf der Rückfahrt (Rechnung nicht bezahlt? Prima D-Netz-Qualität?? Oberfranken???) lief die Route weiterhin so smooth über den Bildschirm, als sei die Karte komplett auf der Festplatte.

    Steht das Netz dagegen, leuchtet links unten entweder ein grünes Lämpchen (also'n grüner Punkt im LED-Look) und sagt, dass mit Verzögerungen nicht zu rechnen ist, oder ein gelbes oder gar rotes Lämpchen warnt vor stockendem Verkehr oder Stau. Auf Lämpchendruck zeigt die Software den weiteren Verlauf der Strecke mit den problematischen Abschnitten und bietet auf Wunsch Ausweichempfehlungen an. Oder auch nicht - vor der Berliner Stadtautobahn kapituliert sogar Google.

    Wahrscheinlich, weil es dort keine Fotos machen darf.

    Natürlich spricht mein Handy auch mit mir und gibt mit weiblicher, aber schnarrender, keinen Widerspruch duldender Stimme Kommandos. Da ist mein TomTom freundlicher, verwirrt aber gerne mit Aussagen wie "Halten Sie sich links. Dann fahren Sie auf die Autobahn. Dann fahren Sie auf die Autobahn." Kommandolady weiß dagegen, wie die Straße heißt, und was auf den Wegweisern steht, denen ich folgen soll.

    "Folgen Sie dem Straßenverlauf von B 305, Richtung Reit im Winkt, auf fünf Kilometer."

    Richtig, mit "t". Steht so auf der Karte, wird so vorgelesen. Keine Widerrede.

    Weitere, wohl hardwarebedingte Nachteile, kann auf anderen Android-Telefonen wieder ganz anders sein: Das Dock hat einen eher unterirdischen Lautsprecher, was Kommandoladys Stimme nicht schöner macht. Die Helligkeitsregelung wird durch den Sensor des Handys angetrieben, der nicht dafür gebaut ist, die Helligkeit im Inneren eines Autos incl. einfallender Sonnenstrahlen zu verstehen. Sprich: ab und zu durfte ich raten, was auf dem nahezu schwarzen Bildschirm steht. Und das mit dem Dock mitgelieferte Ladekabel für die  Bordstrombuchse liefert zwar Storm, aber zu wenig: Nach acht Stunden Fahrt, die mit einem vollen Akku begonnen hat, ist der Akku noch etwas mehr als halbvoll. Nanu.

    Großer Nachteil des Android-Navis gegenüber solchen, die ihren Atlas mit sich rumschleppen: Wo kein (Daten-)Netz, da kein Auskennen. Unser Wochenende fand im früher von Schmugglern und Wilderern sehr geschätzten Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich statt (schon wieder Berufszweige, die der europäischen Einigung zum Opfer gefallen sind!), und wo früher Wilderer auf'd Gamsjagd gingen, wildern heute europäische Telekommunikationskonzerne um Kunden. Unser Quartier, eindeutig (naja, so eindeutig wie möglich) noch auf deutscher Seite gelegen, wurde offensichtlich von Orange (Österreich) als sein Revier betrachtet. Weil ich meinen Androiden aber verboten habe, sinnlos Geld durch Datenroaming zu verprassen, fand die Navigation zurück erscht drunt' im Doi wieder statt.

    "Roaming" könnte übrigens, genau betrachtet, der Name eines bayerischen Gebirgsdorfes sein.

    Fazit: Innerhalb Deutschlands ist die Google-Navigation (von den erwähnten Hardware-Problemen mal abgesehen) gleichwertig oder sogar besser, weil aktueller und kostenloser als eine konventionelle Navi-Lösung. Für den Auslandsurlaub hole ich aber wieder TomTom aus der Schmollecke.
  • July 19, 12:41 PM

    Ludwig Fessler



    Vor Frauenchiemsee
  • July 15, 05:50 PM

    Unsocial

    Habe ich eigentlich als altmodisch zu gelten, wenn ich Freundschaftsanfragen auf Social Gedöns Plattformen (nur echt mit den zwei Deppen Leerzeichen™) nur dann positiv beantworte, wenn ich mit den Anfragenden mindestens einmal irgendeine Form von Kontakt hatte?

     Wahrscheinlich.
  • July 15, 04:14 AM

    Marketing by Accident

    Man kann über die Firma mit dem angebissenen Apfel sagen, was man will (und das tun auch viele); dass sie ihr Marketing nicht im Griff hat, ist bisher noch keinem eingefallen. In der letzten Zeit, also seit ungefähr Anfang des Jahrtausends, hatte es mehr oder weniger so funktioniert:
    1. Die Apple-Gemeinde steigert sich in eine Erwartungshaltung hinein.
    2. Steve Jobs verkündet, unnachahmlich lässig, das Erscheinen eines neuen Produktes. Dabei ist es unerheblich, ob die Gemeinde mit diesem Produkt gerechnet hat oder nicht, oder ob sie es braucht oder nicht.
    3. Das Produkt kommt auf den Markt und revolutioniert ihn.
    4. Die Apple-Gemeinde gibt viel Geld aus, Apple verdient viel Geld.
    Das hat so funktioniert mit iPod (Generation 1 bis jetzt, Größe groß bis nano), iPhone (Generation 1 bis 3GS), iPad, in etwas geringerem Ausmaß auch mit iMacs, MacBook Air etc.

    Offenbar ist Steve Jobs das in der letzten Zeit langweilig geworden. Anders ist nicht zu erklären, was Apple mit der Vermarktung des iPhone 4 anstellt (und soll mir keiner erzählen, im Reiche Apple würden plötzlich grobe Schnitzer passieren!).

    Also: Das angeblich in einer Bar verlorene iPhone war in Wirklichkeit ein Geniestreich (naja, fast - aber eben auch ein wenig durchsichtig) an viralem Marketing, inklusive denial, legal action und was nicht so dazugehört. Ergebnis: Hype und durchschlagender Verkaufserfolg - so, wie früher mit Geheimhaltung und Steve-Note erreicht.

    Und auch die angeblichen Antennen- und Empfangsprobleme - ein Apple-Produkt mit einem schwerwiegenden Mangel? Sowas hat es seit dem Newton nicht mehr gegeben - sind garantiert nur eine weitere Spielart des New Marketing Designed by Apple. Und entweder überrascht uns Steve Jobs morgen mit einer verblüffenden Lösung für die Sache mit dem unbrauchbaren, wenn falsch angefassten iPhone - oder er überrascht uns noch viel mehr, zen-like, nahezu antiklimaktisch, mit einer ganz einfachen Erklärung:

    It's not a bug. It's a feature.
  • July 13, 03:20 PM

    Byeposterous

    Ich bin schon eine treulose Tomate™, wahlweise ein Spielkalb, wahlweise von Entscheidungsschwäche geprägt, die sich nicht ganz erfolglos als Entscheidungsstärke tarnt.

    Was ist passiert?

    Zum Jahreswechsel hatte ich meinen schon seit einiger Zeit bestehenden Posterous-Account zum Zuhause von bluelectric.org erhoben, habe dabei - was sich als wenig hilfreich erwiesen hat - die Blogsprache auf Englisch umgestellt und im Anschluss etwas mehr als drei Monate lang fröhlich die komfortablen Funktionen genutzt, die Posterous zum Posten und zum Weiterposten von Inhalten Richtung andere Dienste bietet.

    Dann, am 11. April, hatte ich vom Bloggen im Posterous-Stil genug und schmiß stellte wieder alles um auf ein klassisches Blogger-Tool, das nicht ganz zufällig auch diesen Namen trägt. Gleichzeitig ließ ich den Quatsch mit den Englischbloggen wieder sein. Aus der Begründung:
    Posterous als Plattform ist in seiner Vernetztheit durchaus spannend; gleichzeitig ist es aber in den Möglichkeiten, die es bietet, eingeschränkter, als ich es auf lange Sicht akzeptieren möchte. Aber dazu mehr in einem eigenen Posting. Gut geeignet ist Posterous für das schnelle und elegante Veröffentlichen von multimedialen Inhalten; ich bin da doch eher ein Mann des Wortes...
    Und nur ein paar Stunden später reichte ich nach:
    Was ich an Posterous nicht ganz so gut finde: 
    1. Keine klare Trennung zwischen Blogging und Syndication (kicher) 
    2. Nur wenige Layouts - danach geht's gleich tief in den HTML-Sumpf; Gadgets oder gar JavaScript-Code finden nicht statt 
    3. Soviele Videos blogge ich nun mal nicht. 
    4. Keine Export- oder Backup-Möglichkeiten 
    5. Unklares Geschäftsmodell: Wie lange gibt es Posterous?
    Tscha. Und heute habe ich meine Inhalte bei Posterous gelöscht. Endgültig. Der Grund dafür ist - neben den gerade aufgelisteten Punkten - die derzeit laufende, recht aggressive Kampagne, mit der Posterous User von anderen, nach Meinung von Posterous "sterbenden" Plattformen weglocken will.

    Hierbei ist - mal von der Dreistigkeit abgesehen, führende Webdienste mit Nutzerzahlen, die die von Posterous um das Vielfache übertreffen, als "sterbend" zu bezeichnen - noch nicht einmal etwas gegen die Idee zu sagen, Usern den Umstieg mit einer Reihe von auf die jeweiligen sterbenden Plattformen abgestimmten Umstiegstools so leicht wie möglich zu machen; in der Hinsicht, wie in Sachen Bedienerfreundlichkeit überhaupt können sich die meisten anderen Plattformen eine oder auch siebenundzwanzig Scheiben abschneiden. Was mich aber ganz grundsätzlich stört:

    Posterous wirbt ganz gewaltig damit, wie leicht der Umstieg zu Posterous ist - und macht es Andersgesinnten gleichzeitig sehr schwer, Posterous wieder zu verlassen. Es gibt kein Export- oder Backup-Tool, externe Tools wie SiteSucker werden gerade mal abgeblockt und liefern nichts als Fehlermeldungen, und die Posterous-eigene API erlaubt nur den Zugriff auf die letzten 50 Einträge. Ein Posterous-Blog kann man zwar löschen, aber nur solange, als man noch ein anderes unterhält; das Löschen von Accounts ist überhaupt nicht vorgesehen.

    Ich hatte in den drei Monaten meines fröhlichen Posterous-Bloggens etwa 90 Einträge verfasst, die ich dann eben manuell, Seite für Seite, über die Save-Funktion des Browsers sicherte. Aber ich will mir nicht vorstellen, wie ich geflucht hätte, wenn ich erst nach drei Jahren (oder so) meine Koffer hätte packen wollen.

    Bye, Posterous.
  • July 11, 09:45 AM

    Ach nee, 1&1...

    ...schon wieder ein Fehler im System, wa? Im April bist du einem bekannten deutschen Mitblogger in meinem Namen auf die Nerven gegangen, indem du glattweg gelogen behauptet hattest, ich wolle mit ihm "bequem über Text-, Sprach- und Video-Nachrichten kommunizieren".


    Das stimmte schon damals nur sehr bedingt, weil ich mit vowe kommuniziere, wann, wo und wie ich will, ihn aber keineswegs dazu überreden will, irgendwelche gebrandete Instant-Messaging-Dinger herunterzuladen. Wir sind beide erwachsen und wissen selbst, wo wir die Software unserer Wahl finden.

    Nun gut, damals kam eine entschuldigende Nachricht von dir, 1&1, und irgendwie fühlte ich mich ein klein wenig mitschuldig, hatte ich doch kurzfristig einen Account bei der dir gehörenden Mailverschicke GMX eröffnet und wieder geschlossen.

    Nun habe ich das in der vergangenen Woche noch einmal getan, weil ich - wieder, um etwas auszuprobieren - eine Mailadresse außerhalb des blauelektrischen Universums benötigte. Und nun dürfen wir alle dreimal zweimal einmal raten, wer heute in meinem Namen von 1&1 aufgefordert wurde, sich den 1&1 MultiMessenger (nur echt mit dem Deppen Leerzeichen™!) herunterzuladen...

    Richtig: vowe.

    Diesmal, 1&1, weiß ich, was ich getan, und vor allem, was ich nicht getan habe. Ich habe vowe nicht als einen meiner Kontakte aufgelistet. Ich habe ihn nicht eingeladen. Ich habe dir, 1&1, nicht zu erkennen gegeben, dass du in meinem Namen, mit meiner bei GMail gehosteten Mailadresse (nicht etwa mit meiner Kurzzeit-GMX-Adresse!) Werbung machen darfst.

    OK,1&1, du hast gewonnen. Wenn ich demnächst, zu welchen Zwecken auch immer, kurz-, mittel- oder langfristig, premium oder für umme, eine Mailbox brauche, dann gehe ich zu Yahoo! oder so, und lasse Deine Mailversenderia GMX in Ruhe. Damit sie meine Kontakte in Ruhe lässt.
  • July 11, 07:46 AM

    Das "Na sowas!" am Sonntag

    The story continues. Während ich im schattigen (!) Arbeitszimmer am Zweitrechner die Wettervorhersage für die nächsten Tage erleide (Hinweis: Es bleibt mehr oder weniger so heiß), versucht die Ehefrau, ihren Mac einzuschalten. Und es tut sich nichts.

    Kollektive Arbeitsverweigerung von OSX-Systemen? Ein Virus? Die Hitze?

    Der Frau hilft, das Netzteil in eine andere Steckdose einzustecken. Kann es sein, dass bei Temperaturen jenseits der 25 Grad Celsius Kontakte wackelig werden? Kanndonnichsein, oder?

    Meinem Mac hilft das Umgestöpsel nicht. Er bleibt im Urlaub.

    Würde mich ja interessieren, ob es auch anderen Mac-(Mini-)Besitzern so geht? Google verweigert die Auskunft.
  • July 11, 07:48 AM

    36 Grad


    Untätigkeit am Schwielowsee...
  • July 09, 06:01 PM

    bluelectric Street View, Folge 15

    Es ist wohl an der Zeit für eine weitere Folge aus der zuletzt etwas eingeschlafenen Reihe "bluelectric Street View". Anlass dazu ist die heutige Beratung des Bundesrates zu einer vom Hamburger Justizsenator ausgehenden Gesetzesinitiative mit dem Ziel, dem Google-Konzern beim Abfotografieren von bebauter Gegend (das ganze soll unter dem Produktnamen "Google Street View" auch in Deutschland die Orientierung vom heimischen Rechner aus... wo war ich stehen geblieben?) enge Fesseln anzulegen.

    Und während wir über der nebenstehenden Abbildung des Berliner Hauptbahnhofes (entstanden im Mai 2009) ins Grübeln kommen, ob auch Hauptbahnhöfe ein Recht auf privacy für sich beanspruchen und mich juristisch zwingen können, sie (die Hauptbahnhöfe) künftig auf öffentlichen Darstellungen wie der nebenstehenden unkenntlich zu machen, greift der Populismus in der deutschen Politik weiter um sich. Ein datenfressender Popanz wird ausgemacht, während andere Firmen ungestört das gleiche machen dürfen und wirkliche Eingriffe in die Privatsphäre der Bürger gerne von staatlicher Seite vorbereitet und - wenn's geht - auch durchgeführt werden.

    Interessant ist bei der heute im Bundesrat mit eifrigem Nicken bedachten Gesetzesidee vor allem, dass nicht nur der Branchenverband BITKOM, dem wir bis zum Beweis des Gegenteils eine gewisse Sachkenntnis unterstellen wollen, sie heftig kritisiert, sondern auch der aktuelle Bundesinnenminister. Aber das scheint weiter keinen zu stören.

    Solange ich aber nicht mit Google verwechselt und zum Löschen dieses Bildes gewzungen werde, berufe ich mich auf den m.E. immer noch gültigen Grundsatz der Panoramafreiheit und biete jedem an, dieses Bild ebenfalls unter Beachtung der CC-Lizenz, unter der es steht, weiter zu verwenden.
  • July 10, 04:48 AM

    Das "Na Super!" am Freitag

    Als ob ich's geahnt hätte, als ich anfing, im Rahmen der "Switch"-Aktion einen Zweit-Desktop aufzubauen: Komme ich heute von einer zweitägigen Geschäftsreise in die Wüste Gobi nach Bonn (wo es ähnlich heiß ist wie in der Wüste Gobi) zurück, schmeiße den Mac an, arbeite fünf Minuten daran und...

    Zapp.

    Nix mehr. Schwarzer Bildschirm. Schwarze LED an der Frontseite des Mac Mini. Und keine Reaktion, wenn ich den Power-Knopf drücke.

    Ich habe das Netzteil im Verdacht. Ich hoffe, es ist das Netzteil. Und jetzt ist erst einmal Wochenende, Strandbadtag mit Familie, Sonntag.

    Update: Es ist nicht das Netzteil; das des ehelichen Mit-Macs hilft auch nicht weiter. Ich sehe ungute Kosten auf mich zukommen.

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